Offener Leserbrief an die Deutsche Kommunistische Partei (DKP) newsletter@kommunisten.de

Über die gemeinsame Festveranstaltung von KPD und DKP am 16. April 2011 in Berlin anlässlich des 65. Jahrestages der Vereinigung von KPD und SPD zur SED  wurde auf einem Nachrichtenportal der DKP berichtet. Ergänzend zu dem im Bericht erwähnten Redebeitrag der DKP-Genossin sei darauf verwiesen, dass sich auf unseren Seiten weitere Redebeiträge finden. Der Bericht selbst gab Anlass zu folgendem kritischen Leserbrief:

 

Liebe Genossen,

am 19. April d. J. wird auf dem Nachrichtenportal der DKP über die Berliner Festveranstaltung zum 65. Jahrestag der Vereinigung von KPD und SPD zur SED informiert. Was ich las, löste bei mir mehr als Verwunderung aus, schließlich war ich Teilnehmer dieser Festveranstaltung.

Unbesehen ist, dass jeder Teilnehmer seine individuellen Eindrücke besitzt. Doch in der Berichterstattung von Kommunisten über Kommunisten darf die Wahrheit nicht auf der Strecke bleiben. Aber genau das habt Ihr in einem ganz konkreten Zusammenhang getan und ich wage zu behaupten, wider besseren Wissens.

Ich lese bei Euch den Satz: „Ein Sprecher der Kommunistischen Initiative (Gera 2010) übergab einen Appell für eine ‚vereinte kommunistische Partei in Deutschland‘ an die Vertreter von DKP und KPD.“ Diese Feststellung ist schlicht und einfach falsch. Einen derartigen Appell gibt es nicht. Er konnte deshalb auch nicht übergeben werden. Richtig ist, dass unter großem Beifall der Teilnehmer der „Appell der Teilnehmer der wissenschaftlichen Beratung der Kommunistischen Initiative (Gera 2010) an den Parteivorstand der DKP / an das Zentralkomitee der KPD“ an Nina Hager und Dieter Rolle übergeben wurde.

In ihm werden die Parteiführungen aufgefordert, am 17. August 2011, anlässlich des 55. Jahrestages des KPD-Verbots in der BRD, „mit einem gemeinsam verfassten Aufruf an die Kommunisten in diesem Lande sich mit einer bundesweiten Unterschriftensammlung für die Aufhebung des KPD-Verbots stark zu machen“ … „ein eindeutiges und unübersehbares Signal für eine Aktionseinheit der Kommunisten“ zu setzen.

Der übergebene Appell ist im Anhang beigefügt, ebenso die Thesen der wissenschaftlichen Beratung, aus denen die Auffassungen der Kommunistischen Initiative (Gera 2010) zum Zusammenführen von organisierten und nichtorganisierten Kommunisten ersichtlich sind.

Anzumerken bleibt, was Eurem Berichterstatter entgangen ist. Der 84-jährige (bei Euch namenlose „Sprecher“) Georg Dorn sprach als Zeitzeuge der Vereinigung und hatte sich selbst vorgestellt. Er ist Mitglied der DKP und ältester Unterstützer der Kommunistischen Initiative (Gera 2010).

Ich hoffe auf eine Richtigstellung in Eurem Bericht und verbleibe

mit kommunistischen Grüßen

 

Dieter Hillebrenner

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3 Antworten auf Offener Leserbrief an die Deutsche Kommunistische Partei (DKP) newsletter@kommunisten.de

  1. Ferdinand Goldscheidt sagt:

    Mit bedauern stelle ich fest, dass im Verhalten des DKP Parteivorstand das bestreben der KI G 2010 ablehnend gewertet wird.Mag sein, dass der PV der DKP eine andere Meinung zu manchen inhaltlichen Vorstellungen der KI G 2010 hat, doch den Apell zur Sammlung von Unterschriften zur Aufhebung des KPD Verbot kann doch die DKP nicht ignorieren. Der Parteivorstand der DKP wäre gut beraten, wenn er diesen Apell Unterstützt und unter die Massen bring um viele Unterschriften zu sammeln. “geint sind auch die Schwachen stark.”
    Ferdinand

  2. Frank-Kiel sagt:

    Genossen, eine Bettina Jürgensen ist nicht die Lösung – denn wer in der ELP herum sitzt, will doch gerade den Klassenkampf vermeiden.
    Oder..??
    Konsequente kommunistische Politik sollte aber möglich sein – orientiert an den sozialen Problemen im Lande selbst – ohne Sektiererei – für die Arbeiter nachvollziehbar…
    Das gibt es – in Frankreich.
    http://www.lutte-ouvriere.org
    Die machen konkrete kommunistische Politik, sind dabei Medienpräsänt und Kompetent.
    Das ist gelebte Kommunismus.
    Wer es verstanden hat und einen intensiven Austausch wünscht…
    kommpol@yahoo.de
    Wir werden das schon schaukeln.

    Rote Grüße aus Kiel, Frank

  3. Vanja sagt:

    Sehr verlockend diese Idee.
    Ohne diese Selbstdarsteller und Sektierer eine echte kommunistische Organisation aufzubauen.
    Bislang erscheint mir dieser Sektor als Männerspielwiese die von Eitelkeiten gespeist ist.

    Vorwärts – oder?

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